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Das Faltboot

Für die weniger Eingeweihten hier ein kurzer Überblick:

Kanu, Ober-/sammelbegriff für Kanadier, Kajak und Faltboot, hat seinen Ursprung bei den Indianern in Nordamerika mit dem Kanadier als Transportschiff und dem Kajak als Jagd- und Transportfahrzeug bei den Eskimo in Grönland.

Das Kanu Fahren in Europa geht ins Jahr 1865 zurück, als der Schotte John Mac Gregor auf den deutschen Flüssen seine grossen Kajakreisen unternahm. Das Interesse der europäischen Wassersportler wurde umgehend geweckt und wenige Jahre später hörte man von Kajakrennen und Flusswanderungen auf unserem Kontinent.

Die Idee des Faltbootes liess nicht lange auf sich warten, denn schon zu dieser Zeit wurden zusammenlegbare Leinenboote zum Patent angemeldet. Die ersten Faltboote bestanden aus einem Gerippe aus Bambusstäben, welche zusammengesteckt in eine Stoffhaut eingeführt ein relativ stabiles Boot ergaben.Dem Münchner Architekten Alfred Heurich kam die Ehre zu, das erste brauchbare, später in Serie hergestellte Faltboot, nach Vorlage eines Eskimokajaks konstruiert zu haben. 1905 fand auf der Isar bei München die Jungfernfahrt statt.
Zwei Forderungen mussten dabei erfüllt werden:
  1. Das Boot muss zerlegbar und überall über Land und mit der Bahn im Rucksack transportiert werden können.
  2. Absolute Zuverlässigkeit in reissender Strömung, auf sturmbewegter See oder im brausenden Schwall schäumender Flossgassen.

Das Faltboot hat also schon eine lange Vergangenheit. Böse Zungen sagen, dass der Name Faltboot deshalb so gewählt ist, da bekanntlich alles Ältere irgend einmal ein paar Falten zulegt.
Heute ist das Gerippe jedoch feiner und stabiler, aus speziell leichten Stäben gefertigt und von einer geschmeidigen Kautschukhaut umfasst; Ein echtes hightech Wassergerät, das gut gepflegt einige Dekaden überstehen kann. Zusätzlich mit Segeln ausgerüstet, kann es die Insassen mit Windeskraft weit und ohne grosse Anstrengung auf Seen, Meeren und Flüssen fortbewegen.
Speziell diese Vielfältigkeit und das steigende Umweltbewusstsein der heutigen Generation führen dazu, dass das Faltboot Fahren heute wieder "In" und für Jung und Alt als Adventurboot salonfähig ist.

In den Anfängen wie auch heute fand resp. findet das Faltboot ausschliesslich als Tourenboot Verwendung.

Die Veränderung der Vereinsgeschichte in den vergangenen 10 - 15 Jahren

Renaissance des Faltboots

Das Faltboot geriet viele Jahre auf Grund der immer stabileren, wendigeren und leichteren Kunststoffboote sowie auch der billigen Gummiboote in der wasserbegeisterten Bevölkerung zusehends in Vergessenheit. Während  der FKB noch in den 80er Jahren ca. 100 Mitglieder aufwies, erreichte er im Jahre 2000 in Folge dieser Entwicklung und anderen widrigen Umständen seinen in der Vereinsgeschichte  absoluten Tiefstand.
Der Verlust des Bootshauses in der neu gebauten Dreirosenbrücke im Jahre 1995, das sinkende Interesse am Fahren mit dem Faltboot veranlasste den amtierenden Vorstand mögliche Alternativen für ein geregeltes Weiterbestehen zu prüfen.

Die Aktivitäten wurden mehrheitlich auf den herrlichen ausgebauten Freizeitpark nach Rheinfelden konzentriert. Noch im selben Jahr wurde ein Teil des Platzes wiederum in Fronarbeit mit Platten belegt, ein grosses Sonnenzelt vom Rest. Lange Erlen aufgestellt, sodass auch in regnerischen Zeiten der Platz benützt werden kann. Auch die hygienischen Minimalanforderungen der Toilette wurde erheblich verbessert und nicht zuletzt wurde auch die Feuerstelle und der Grill für die Befriedigung der kulinarischen Gelüste einer Renovation unterzogen.

Im Jahre 2001 verkaufte die damalige Besitzerin Tersa Liegenschaftsverwaltung das Gelände an die Gemeinde Rheinfelden. Dank gut gesinnter Gemeinderäte wurde die Pacht bis auf Weiteres verlängert.

So erlebte der Faltbootklub Basel in den vergangenen 10-15 Jahren eine Berg- und Talfahrt. Im Bewusstsein, dass nach jeder Talfahrt auch wieder eine Bergfahrt folgen wird, sehen wir optimistisch in die Zukunft.

Das gestärkte Umweltbewusstsein in der Bevölkerung allgemein sowie der teilweise überspitzte Leistungsdruck im Berufsleben veranlassen erneut viele ihre Freizeit geruhsamer und im Einklang mit der Natur zu verbringen.
Diese erfreuliche Entwicklung führt dazu, dass das Interesse am Faltboot Fahren stark gestiegen ist und unserem Klub wieder neue aktive Mitglieder bringt.

Dank der Weitsicht der früheren Faltboot-Generation und dank grösstem ehrenamtlichem Einsatz einiger Mitglieder hat unser Klub heute einen Treffpunkt in Rheinfelden, auf den er stolz sein darf.

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